Karriere-Sprungbrett Meisterkurse

Die Meisterkurse der Emsbürener Musiktage bieten Unterricht bei Professoren renommierter Musikhochschulen an, die wahrliche Meister der jeweiligen Fächer sind. Eine Recherche der Teilnehmer von vor 5 und vor 10 Jahren zeigt, was aus einem Teilnehmer werden kann, wenn er an den Meisterkursen teilnimmt.

Warum sollte ein Musikschüler oder Student interessiert daran sein, nach Emsbüren zu kommen?

Weil sie so eine Woche die Möglichkeit haben in nur kleinen Gruppen von maximal acht Personen von dem Professor des jeweiligen Meisterkurses so viel wie möglich zu erfahren, zu lernen. Durch den intensiven, täglichen Unterricht können sich die Professoren wirklich Zeit nehmen, eigenes Wissen weiterzugeben, Teilnehmer zu korrigieren und zu verbessern.

Des Weiteren ist gerade in der Musikwelt Netzwerken wichtig. Die Teilnehmer der Meisterkurse haben in der einen Woche des Meisterkurses die Chance, Kontakte zu anderen Teilnehmern und insbesondere zu den Professoren zu knüpfen. Lang etabliert in der Musikszene Deutschlands und auch international können wichtige Kontakte vermittelt und hergestellt werden.

Viele der Schüler der Professoren und Teilnehmer der Meisterkurse bekleiden heute renommierte Positionen in der Musikbranche. Was z.B. die Teilnehmer von vor 5 und vor 10 Jahren gemacht haben, wird gleich aufgeklärt. Aber zuerst wird aufgezeigt, wer denn eigentlich die Professoren sind.

Professoren

Übersicht Professoren

Querflöte in Emsbüren unterrichtet nun fast schon seit 20 Jahren Prof. Angela Firkins. Sie ist Professorin für Flöte und Kammermusik an der Musikhochschule Lübeck. Darüber hinaus ist sie als Soloflötistin der Hamburger Symphoniker und Radiophilharmonie Hannover des NDR tätig. Sie ist Gewinnerin des Wettbewerbs der deutschen Hochschulen, Preisträgerin des ARD Wettbewerbs und des Deutschen Musikwettbewerbs oder hat sogar schon den Preis der deutschen Schllplattenkritik erhalten. Frau Prof. Firkins ist Mitglied im Albert Schweitzer Quintett, führt kammermusikalische und solistische Tätigkeiten im In- und Ausland durch, produziert für CD- und Rundfunkaufnahmen und ist Dozentin verschiedener Kammermusik- und Meisterkurse.

Oboe wird von Prof. Matthias Bäcker gelehrt. Er ist Professor für Oboe an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT, Weimar, Solo-Oboist der Berliner Symphoniker, sowie am Nationaltheater Mannheim und an der Deutschen Oper Berlin tätig. Er übt zahlreiche Aushilfstätigkeiten, u. a. bei den Berliner Philharmonikern und an der Staatsoper München aus. Prof. Bäcker ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe; führt kammermusikalische und solistische Tätigkeit im In- und Ausland durch und ist Mitglied der Camerata Salzburg. Zudem hat er einen Gastvertrag beim City of Birmingham Symphony Orchestra.

Klarinette unterrichtet Prof. Johannes Peitz, Professor für Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater, Hannover. Mit 23 Jahren spielte er als Soloklarinettist am NDR in Hannover, 3 Jahre später in gleicher Funktion bei den Bamberger Symphonikern (bis 2000). Mit diesem Orchester reiste er auch als Solist mit Dirigenten wie Horst Stein, Ingo Metzmacher u. a. in die ganze Welt. Er übt kammermusikalische Tätigkeiten mit vielen Ensembles (Albert-Schweitzer, Linos u.a.) und Streichquartetten aus. Er spielt als Gast in vielen Orchestern (Concertgebouworkest, SWR, NDR etc.). Regelmäßig gastiert er im MITO-Chamber Orchestra (Seiji Ozawa) in Japan. Aufnahmen erfolgten bei EMI, Capriccio, CPO und Edel (Echo-Klassik). Nach Lehrtätigkeiten in Weimar und Frankfurt ist er seit 2000 Professor an der HfMT Hannover. Seit 1998 betreut Prof. Peitz die Holzbläser bei der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals u.übt internationale Kurstätigkeit in Italien, Spanien, Rumänien, Korea, Japan aus.

Horn wird von Prof. Christian-Friedrich Dallmann unterrichtet. Er ist Professor an der Universität der Künste, Berlin. Bis 2000 war er Solohornist des Berliner Sinfonieorchesters. Er ist Mitglied des Bach-Collegiums Stuttgart sowie der Akademie für Alte Musik Berlin. 2000 - 2003 war er Professor für Horn an der Hochschule für Musik, Detmold. Seit 2004 ist er Professor an der Universität der Künste in Berlin. Er übt internationale solistische Tätigkeiten aus, gibt Kurse und Meisterklassen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen und Russland. Er ist Juror beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“, Vertrauensdozent der jungen deutschen Philharmonie und Dozent des Bundesorchesters sowie des israe-lisch-arabischen Divan-Orchesters. Er ist Juror des deutschen Musikwettbewerbs und ebenso internationaler Hornwettbewerbe in Prag, Markneukirchen und Brno.

Fagott wird gelehrt von Prof. Eckart Hübner. Seit Beginn der Meisterkurse in Emsbüren hat er die künstlerische Leitung der Meisterkurse übernommen. Er ist Professor für Fagott an der Universität der Künste, Berlin. Seit 1990 ist er Solofagottist im Sinfonieorchester des SWR, davor in gleicher Aufgabe in Dortmund und bei der Badischen Staatskapelle. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u. a. des ARD-Wettbewerbs (mit dem Albert Schweitzer Quintett), hat den Deutschen Schallplattenpreis erhalten, übt regelmäßige Konzerttätigkeiten als Solist aus und ist als Kammermusiker und Dirigent bei zahlreichen Orchestern im In- und Ausland beschäftigt. Prof. Hübner hat mehrere CD-Produktionen als Solist und Dirigent veröffentlicht, zuletzt auch Mozarts Fagottkonzert mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester. Er ist Dozent bei Meisterkursen in der ganzen Welt. Seine Studenten nehmen zahlreiche Positionen in Deutschland und Europa ein.

Kammermusik wird unterrichtet von Prof. Thomas Ludes, Professor an der Folkwang Hochschule, Essen. Thomas Ludes (Fagott) studierte an der Musikhochschule Saarbrücken bei Alfred Rinderspacher. Im Anschluss an sein Studium wurde er 1983 als Solo-Fagottist im Sinfonieorchester Wuppertal engagiert. Seit 1994 ist er in gleicher Position im Beethoven Orchester Bonn tätig. Seit dem Wintersemester 2006 hat er eine Professur an der Folkwang Hochschule in Essen. Er ist Dozent bei verschiedenen Bonner Orchestern, der internationalen Sommerakademie für Kammermusik in Nordhorn und der Jungen Deutschen Philharmonie. Außerdem ist er Leiter des Bläserensembles an der Kreuzkirche Bonn und arbeitet eng mit der Gabriele-Minz GmbH Berlin zusammen.

Aber wenn wir uns nun mal die Teilnehmer der Meisterkurse von vor 5 Jahren und vor 10 Jahren anschauen, wo stehen diese heute?

Ehemalige Teilnehmer

Hier einige Beispiele:

W. Stepkowska nahm vor 5 Jahren im Jahr 2014 an dem Meisterkurs Oboe teil. Heute ist sie selbständig als Oboistin in London tätig. S. Uehara ist als Solo Oboistin am Philharmonischem Staatsorchester Hamburg tätig, E. Pacaci ist im Sinfonieorchester Basel tätig, E. Paciorek ist als Hornistin beim Warsaw Philharmonic angestellt. A. Schultze arbeitet bei der Bayrischen Staatsoper. Y. Moriya ist Fagottistin bei der Tokyo Sinfonetta und M. Schieferecke ist bei der NDR Philharmonie.

Vor 10 Jahren nahm M. Leleu an den Meisterkursen teil (2009), heute ist sie Flötistin im Orchester des Theaters Regensburg. L. Bluett studiert ihren Master an der Royal Academy of Music in London, Y. Fernández Anguita unterrichtet bereits an der Musikademie Basel. M. Krome unterrichtet an der Hochschule für Musik Nürnberg. D. Alpheis ist 1. Solohornistin des Norwegischen Radio-Orchesters in Oslo. M. Baranowski ist stv. Solo-Hornist des hr-Sinfonieorchesters. C. Blackwood ist Dozentin für French Horn am Conservatorium of Music der University of Melbourne in Australien. A. Docolin ist Fagottistin am Southbank Sinfonia, B. Mohai Solo-Fagottistin am Orchestra Hungarian State Opera und Professorin am Wien Konservatorium, J. Wagner ist stv. Solofagottist bei den Bremer Philharmonikern.

Es ist beeindruckend zu lesen, wo es die Teilnehmer der Meisterkurse der Emsbürener Musiktage hinverschlagen hat. Sicherlich sind die Meisterkurse in Emsbüren nicht ausschlaggebend für die hervorragenden Positionen, aber sicherlich sind sie ein wichtiger Bestandteil in der Vita jedes Einzelnen.